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"Private Enttäuschungen - So werden Sie mit diesen Situationen am besten fertig!" "Ich bin
so enttäuscht von ihr!“ „Dass er so ist, hätte ich mir nie gedacht!“ Wie oft haben wir alle dies Sätze schon gesagt – laut zu einer Freundin oder im Stillen zu uns selbst! Dabei steckt
im Wort selbst schon die Lösung: In „Enttäuschung“ steckt die Täuschung:
ich habe mich täuschen lassen – und oft nicht einmal von anderen,
sondern von mir selbst. Ich habe mir ein Bild von jemandem gemacht nach
meinem eigenen, inneren Bild (und das hat oft wenig mit der Wirklichkeit
zu tun) und jetzt sehe ich erst, wie meine „beste Freundin“ oder mein
Partner wirklich ist... Ich wollte
so gerne, dass dieser gutaussehende Mann auch verständnisvoll, ein
liebevoller Vater und ein guter Kamerad ist – und so habe ich mich täuschen
lassen, von meinen eigenen Wünschen. Ich wollte
so gerne glauben, dass die „beste Freundin“ mir wirklich eine Freundin
ist, um später dahinter zu kommen, dass sie genau so ist, wie meine
Umgebung sie mir immer schon beschrieben hat. Ich habe mich selbst getäuscht.
Das ist weit häufiger als: Er/sie
hat mich getäuscht. Was können
Sie tun, wenn es (wieder einmal) so weit ist? Nehmen Sie
sich die Freiheit zu trauern. Das ist wichtig und entlastend:
Stammesgesellschaften haben wunderbare Trauerrituale, da wird zeremoniell
bestattet (auch wenn gar niemand gestorben ist), es gibt vorgeschriebene
Zeiten, wo man heulend und zähneknirschend umherirrt, völlig außer sich
sein darf. Und es gibt einen klaren Zeitpunkt, wo man damit wieder aufhören
muss. Danach darf man nie wieder über diese Sache sprechen. Also begraben
Sie sein Hemd, verbrennen Sie sein Bild, gehen Sie ruhig ein paar Tage in
Sack und Asche – was immer ihr persönliches Ritual ist – aber hören
Sie zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt damit wieder auf. Bei einem
ordentlichen Ritual ist das so. Danach
können Sie daran
gehen, zu erforschen, was los war: Bert Hellinger,
der bekannte Familientherapeut, sagt: „Nimm die Schuld auf Dich!“ und
er meint nicht, „du bist
schuld“, sondern er stellt damit Handlungsfähigkeit her. „Nimm die
Schuld auf Dich!“ kann heißen: Was hat das (schon wieder) mit mir
selbst zu tun? Auch welches Bauchgefühl hab ich (schon wieder) nicht gehört? Welche Anzeichen waren eigentlich nicht zu übersehen (wo doch meine Umgebung mich schon dauernd aufmerksam gemacht hat). Sollten sie
dahinter kommen, dass Sie schon wieder „schon wieder“ sagen mussten,
suchen Sie professionelle Hilfe – solche Muster sind alleine kaum zu
durchbrechen. Natürlich
gibt es auch „Miststücke, Windhunde und Gauner..“ Aber dann haben Sie
etwas fürs Leben gelernt. Und Lernen ist immerhin besser, als ewig dumm
zu bleiben, oder? Ich wünsche
Ihnen viel „Lernerfolg“, beim Erkennen von Mustern. Oder beim Erkennen
von schlichtweg miesen Zeitgenossen – aber es gibt davon viel weniger,
als Sie denken......
Infoquelle: Susanne Wiegele (www.1492-nlp.at), email: susanne.wiegele@aon.at, Tel. +43 1 886 26 43
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